NFZ Montage Radnabenfixierung

Montage der Radnabenfixierung

Die Radnabenfixierung wird auf alle Räder montiert, die vom Fahrzeug bzw. vom Prüfstand angetrieben werden.

1) Felgenadapter-Einheit montieren

1. Originale Radschrauben durch Gewindeadapter [1] ersetzen. Niemals alle Radschrauben komplett entfernen!

2. Adapterring [2] auf die Gewindeadapter schieben. Bei Bedarf kann Adapterring-Montagehilfe (siehe Zubehör) benutzt werden. DIN912 M16 Schrauben [3] montieren und Montagehilfe entfernen.

3. Grundplatte [4] mit vormontiertem Aufnahmekegel [7] montieren. Bei Bedarf Felgenadapter-Montagehilfe (siehe Zubehör) benutzen. Verbindungsschrauben mit Scheibe [5] montieren und Montagehilfe entfernen.

4. Grundplatte [4] und Aufnahmekegel [7] mit DIN7991 M12x40 Schraube [8] wird normalerweise einmalig vormontiert.

2) Felgenadapter-Einheit am Rad montieren

Bei Dauerlaufprüfungen mindestens alle 12 Stunden festen Sitz der Schraubenverbindungen prüfen. Fahrzeug mit montierten Felgenadapter-Einheiten mit großer Vorsicht und Umsicht bewegen.

Der Gewindeadapter muss dem Gewinde und der Kopfform der entfernten Radschraube entsprechen. Es ist darauf zu achten, dass jede Radschraube einzeln nacheinander direkt gegen einen Gewindeadapter getauscht und mit dem Original-Drehmoment des Fahrzeugs angeschlossen wird!

3) Felgenadapter-Einheit demontieren oder auf anderen Lochkreis wechseln

Normalerweise sind die Bauteile der Felgenadapter-Einheit fest miteinander verschraubt. Bei Prüfung von gleichen Fahrzeugtypen sind gleiche Felgen mit gleichen Lochkreismaßen vorhanden. Ein Wechsel der Felgenadapter-Einheit ist in diesem Fall nicht notwendig. Zur Prüfung von Fahrzeugen mit abweichenden Felgen muss die Felgenadapter-Einheit gewechselt werden.

Zum Wechsel der Felgenadapter-Einheit gegen eine Felgenadapter-Einheit mit anderem Lochkreis sind folgende Arbeitsschritte notwendig:

1. Alle Verbindungsschrauben entfernen. Aufnahme-Konus, mit Grundplatte wird dadurch vom Adapterring gelöst. Bevor alle Verbindungsschrauben entfernt sind, soll ein Herunterfallen durch Verwendung der Montagehilfen (siehe Zubehör) verhindert werden.

2. DIN912 M16 lösen. Der Adapterring sitzt noch auf den Gewindeadaptern. Zum Entfernen kann die Verwendung eines Schonhammers nötig werden. Auch hier kann die Verwendung der Montagehilfen ein Herunterfallen verhindern.

3. Gewindeadapter entfernen und auch hier darauf achten, dass nicht alle Verbindungen auf einmal gelöst werden.

4. Zum Tauschen der Adapterplatte, auf einen anderen Lochkreis, werden die DIN7991 M12x40 Schrauben gelöst und der Aufnahme-Konus kann für eine andere Grundplatte verwendet werden.

5. Felgenadapter-Einheit wieder zusammenbauen.

4) Fixierungslager mit Radnaben-Stange verbinden

1. Wenn der Radnaben-Stangenkopf [1] mit Fixierungslager [2] bereits verbunden ist: Sicheren Sitz der Verbindungsschrauben (300Nm) prüfen.

2. Fixierungslager und Radnaben-Stangenkopf auf einer stabilen und sauberen Unterlage ineinanderlegen und positionieren.

3. Beide Verbindungschrauben [3] einschrauben und mit 600Nm anziehen. Das Lager [4] sollte sich jetzt noch leicht drehen lassen.

4. Der Lastbock [7] ist zur weiteren Montage mittels geeigneter Hebevorrichtung vorgesehen. Die Schraube des Lastbocks wird laut Hersteller mit 100Nm angezogen.

5) Fahrzeug auf den Prüfstand fahren und vorbereiten

Fahrzeug vor der Montage der NFZ-Radnabenfixierung auf dem Prüfstand positionieren und ausrichten. Dabei die geltenden Verfahrens- und Sicherheitsvorschriften beachten. Handbremse anziehen, um das Prüffahrzeug während der Montage der Radnabenfixierung gegen Wegrollen zu sichern.

Fahrzeug einrollen lassen und ausrichten (Doppelrollen-Prüfstand):

1. Fahrzeug mit der angetrieben Achse in den Rollensatz fahren. Bei vorhandener Aushebevorrichtung, diese ablassen und Prüfstand in Rüstbetrieb schalten.

2. Eventuell fixierte Feststellbremse lösen.

3. Prüffahrzeug auf der Rolle ausrichten. Dies geschieht durch „Einrollen“. Das Fahrzeug oder die Rolle werden kurz und mit wenig Last angetrieben. Das Fahrzeug wird sich nun auf der Rolle ausrichten und kann dabei ausscheren.

6) Erstes Rad fixieren

1. Ersten Anker positionieren (für Radnaben-Stange)

[1] Radnaben-Stange mit Fixierungslager
[2] Winkel klein bzw. möglichst parallel zur Fahrzeuglängsachse
[3] Erste Stangenarretierung
[4] Position für ersten Schiebeanker

Bedingungen für erste Ankerposition:
– Radnaben-Stange verläuft möglichst parallel zur Fahrzeuglängsachse
– Abstand zwischen Anker und Rad: zwischen 1 m und 2 m
– Beidseitig der Klemmrohre muss Platz für die Stangenarretierung sein

Bedingungen für passende Einstellung der Ankerhöhe:
– Maximal erlaubte Steigung der Fixierstange: 3° bzw. 5% (5 cm Höhendifferenz bei 1 m Abstand des Ankers vom Fahrzeug)
– Die Ausrichtung der Anker zueinander und der Stangenwinkel ist bei waagerechten Stangen am einfachsten. Zur Ausrichtung auf die Nabenhöhe können Hilfsmittel nötig sein

2. Radnaben-Stange und Fixierungslager mit Aufnahmekegel verbinden

[1] Vormontierte Felgenadapter-Einheit mit Aufnahmekegel
[2] Radnaben-Stangenkopf mit vormontiertem Fixierungslager
[3] DIN7991 M24x60 Schraube
[4] Kugelsperrbolzen zur Verbindung von Radnaben-Stange mit Kopf
[5] Radnaben-Stange ohne Kopf
[6] Stangen-Arretierung

1. Fixierungslager mit vormontiertem Radnaben-Stangenkopf auf Aufnahmekegel schieben.
2. Fixierungslager mittels DIN7991 M24x60 Schraube mit Aufnahmekegel verbinden und mit 300Nm anziehen.
3. Radnabenstange in den bereits positionierten Schiebeanker legen und Klemmrohr schließen.
4. Stangenarretierung auf Radnabenstange schieben und mit zugehörigem Kugelsperrbolzen, an geeigneter Stelle sichern. Die gummierte Gewindemuffe zeigt vom Fahrzeug weg.
5. Radnaben-Stange in den Stangenkopf schieben und mittels Kugelsperrbolzen verbinden. Die Einrastfunktion des Kugelsperrbolzens überprüfen. Um die Bohrungen zueinander auszurichten kann Montagehilfe Nr. 3 verwendet werden.

3. Zweiten Anker positionieren (für Diagonalradnaben-Stange)

[1] Diagonalradnaben-Stange
[2] Stangen-Arretierung Nr. 2
[3] Position des zweiten Schiebeankers
[4] Stangenarretierung Nr. 3 und Nr. 4
[5] Winkel min. 15°, max. 30°

Bedingungen für zweite Ankerposition:
– Diagonalradnaben-Stange verläuft zur Radnabenstange in einem Winkel von min.15° bis max. 30°
– Abstand zwischen Anker und Rad: zwischen 1 m und 2 m. Beidseitig der Klemmrohre muss Platz für die Stangenarretierung sein
– Beidseitig der Klemmrohre muss Platz für die Stangenarretierung sein

Bedingung für passende Einstellung der Ankerhöhe:
– Maximal erlaubte Steigung der Fixierstange: 3° bzw. 5% (5 cm Höhendifferenz bei 1 m Abstand des Ankers vom Fahrzeug).
– Die Ausrichtung der Anker zueinander und der Stangenwinkel ist bei waagerechten Stangen am einfachsten. Zur Ausrichtung auf die Nabenhöhe können Hilfsmittel nötig sein

4. Diagonalradnaben-Stange mit Radnaben-Stange verbinden

1. Diagonalradnaben-Stange in offenes Klemmrohr einlegen und dieses zuklappen
2. Diagonalradnaben-Stange am Gabelkopf in Richtung des Fixierungslager ziehen.
3. Gabelkopf auf die vorgesehene Lasche an der Radnaben-Stange schieben. Diagonalradnaben-Stange darf nicht verkanten. Bei Schwergängigkeit muss die Ausrichtung und Höhe der Schiebeanker überprüft werden.
4. Mit Kugelsperrbolzen Verbindung herstellen und Einrastfunktion überprüfen. Um die Bohrungen zueinander auszurichten kann Montagehilfe Nr.3 verwendet werden.
5. Radnaben-Stange in den Stangenkopf schieben und mittels Kugelsperrbolzen verbinden. Die Einrastfunktion des Kugelsperrbolzens überprüfen. Um die Bohrungen zueinander auszurichten kann Montagehilfe Nr. 3 verwendet werden.

5. Beide Anker klemmen

1. Beide Klemmrohre schließen und mittels der Zylinderkopfschrauben arretieren. Um eine gute Verbindung zu gewährleisten, werden die Schrauben mit 40Nm angezogen.
2. An den Stangenenden jeweils noch eine Stangen-Arretierung anbringen und alle 4 Stangen-Arretierungen ausrichten, Gewindemuffe an Klemmrohr anlegen und Kontermutter festziehen.
3. An beiden Schiebeankern: Muttern der Hammerkopfschrauben an der Grundplatte des Schiebeankers nach Herstellerangaben (120Nm) anziehen, um Anker auf Montageschienen zu fixieren

7) Restliche Räder fixieren

Die restlichen Räder in gleicher Weise fixieren.

Nach Montage aller Fixierungsdreiecke ist das Fahrzeug in seiner Lage fixiert und kann nicht weiter ausgerichtet werden.

Vor jeder anschließenden Bewegung des Fahrzeugs (z.B. Anheben oder Absenken der Rolle) müssen die Verschluss-Spanner aller Anker gelöst werden. Sonst besteht Knickgefahr für die Stangen! Nach dieser Bewegung des Fahrzeugs müssen die Verschluss-Spanner aller Anker erneut arretiert werden.

Während der Montage der Radnabenfixierung das Prüffahrzeug immer per Handbremse gegen Wegrollen sichern.

8) Fahrzyklus durchführen

Nach dem kompletten Aufbau der Radnabenfixierung das Fahrzeug einfahren. Danach alle Schraubverbindungen (z.B. Gewindeadapter, Verbindungsschrauben, Fixierungsschrauben) auf festen Sitz und korrektes Schraubenanzugsdrehmoment kontrollieren.

9) Übersicht aller wichtigen Drehmomente

Nach dem kompletten Aufbau der Radnabenfixierung das Fahrzeug einfahren. Danach alle Schraubverbindungen (z.B. Gewindeadapter, Verbindungsschrauben, Fixierungsschrauben) auf festen Sitz und korrektes Schraubenanzugsdrehmoment kontrollieren.

10) Zubehör und Montagehilfen